Fabiano mit aufgeklappten Laptop und digitalem Modell offen, dass Bild ist mit dem Impuls+ blau eingefärbt
Digitalisieren wir in der Bauwirtschaft das falsche? Kernprozesse im Fokus
Fabiano mit aufgeklappten Laptop und digitalem Modell offen, dass Bild ist mit dem Impuls+ blau eingefärbt
Digitalisieren wir in der Bauwirtschaft das falsche? Kernprozesse im Fokus

Warum die Schweizer Bauwirtschaft fragmentiert ist

Die Schweizer Bauwirtschaft ist stark fragmentiert. Prozesse sind nicht durchgängig, Rollen und Verantwortungen sind unklar und die Akteure arbeiten in Silos. Diese Fragmentierung verhindert Wertschöpfung. Kosten steigen, Termine werden nicht eingehalten und Bauherrschaften können ihre Projekte nicht mehr aktiv steuern.

Warum ist die Planung heute nicht wertschöpfend genug?

Jede Planungsphase wird einzeln betrachtet, anstatt einer durchgängigen Betrachtung über den gesamten Lebenszyklus. Durch diese Phasenbrüche, besonders zwischen Planung, Ausführung und Betrieb entstehen Schnittstellen mit hohem koordinationsaufwand und Informationsverlusten. Dies hat direkte Auswirkung auf die Wertschöpfung der Bauherrschaft, die dadurch verschlechtert wird.

Welche Ursachen führen zur Fragmentierung?

Die Ursachen sind vielfältig:

  • Einmaligkeit der Projekte
  • Hohe Komplexität, viele Gewerke, unterschiedliche Vorgaben, Standards und Tools
  • Unterschiedliche Digitalisierungsreifegrade der Unternehmen
  • Rollenunklarheit, oft auch innerhalb der eigenen Rolle
  • unterschiedliche Vorgaben von Auftraggeber erschweren Standardisierung

Diese Faktoren verhindern eine effiziente Zusammenarbeit und führen zur Fragmentierung.

Welche Folgen hat die Fragmentierung für Bauprojekte?

Die Zusammenarbeit leidet, es entsteht ein erhöhter Koordinationsaufwand und nicht jede Beteiligte Unternehmung verfolgt das selbe Projektziel. Daten und Informationen können nicht durchgängig genutzt werden und es entstehen Verzögerungen in der Planung sowie auf der Baustelle. Es entsteht also eine Vielzahl von Problemen die sich über den gesamten Prozess erstrecken und hemmen so die Effizienz.  

Warum ist das ein Problem für die Bauherrschaft?

Für die Bauherrschaft hat es ein direkte Wirkung auf die Wertschöpfung, welche die drei wichtigsten Zielgrössen adressiert, Kosten, Qualität und Termine (vgl. Arlt & Kiehl, 1995, S.10). Die Folgen zeigen sich in diesen Zielgrössen meist negativ, was somit den Projekterfolg massgebend verschlechtert. Zudem können Projekte nicht aktiv gesteuert werden, da Daten nicht rechtzeitig und in korrekter Form zu Verfügung stehen. Somit wird dies zu einem zentralen Problem für Bauherrschaften die durch die Reduzierung der Fragmentierung den Projekterfolg massgeblich beeinflussen und dadurch verbessern können.

Fragmentierung ist eines der zentralen Probleme, warum Bauprojekte in der Schweiz oft unnötig teuer und langsam sind. Wer Wertschöpfung steigern will, sollte genau hier ansetzen und Fragmentierung systematisch reduzieren.

FAQ

Warum ist die Bauwirtschaft heute nicht wertschöpfend genug?


Welche Ursachen führen zur Fragmentierung?


Welche Folgen hat die Fragmentierung für Bauprojekte?


Warum ist die Fragmentierung für die Bauherrschaft ein zentrales Problem?